# Erweiterte Intelligenz Autor: Hendrik Belitz Veröffentlicht: 27. Juni 2023 Tags: KI Keine KI wird ihn dir wegnehmen. Aber er wird sich verändern. Vielleicht grundlegend, vielleicht nur marginal. Aber die Unterstützerrolle der KI wird nicht mehr wegzudenken sein. --- Dein Job ist auch morgen noch da. Keine _KI_ wird ihn dir wegnehmen. Aber er wird sich verändern. Vielleicht grundlegend, vielleicht nur marginal. Aber die Unterstützerrolle der KI wird nicht mehr wegzudenken sein. KI wird zur _erweiterten Intelligenz_. Nein, Moment, das ist nicht buzzwordig genug, zur _AugmentedIntelligence_, ähnlich wie das Internet jetzt schon unser _AugmentedMemory_ ist. Wir reden hier nicht bloß über generative KI, über sich natürlich bewegende Katzenbilder, in denen das possierliche Kunstgeschöpf Shakespeare auf mongolisch mit der Stimme von Nina Hagen rezitieren kann. Es geht um echte Verbesserungen, die es uns erlauben werden, uns mehr auf den kreativen Teil unserer Arbeit, die Interaktion mit anderen (und zwar zu unseren Bedingungen) und das Schöpfen echter Mehrwerte zu konzentrieren. Und uns mitunter sogar erlaubt, Dinge zu tun, die wir vorher gar nicht tun konnten. Intelligente _Assistenzsysteme_ werden es Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen erlauben, in Arbeitsgebiete, aber auch in Freizeitangebote vorzustoßen, die Ihnen zuvor verschlossen geblieben sind. Mehr Teilhabe wird möglich. Dort, wo Fachkräfte immer größerem Druck ausgesetzt sind, kann erweiterte Intelligenz helfen, Informationen zu filtern und eine sinnvolle Vorauswahl zu treffen. Wo Kreativität oft am leeren Blatt scheitert, kann _GenerativeKI_ sinnvolle Impulse liefern. Wenn es gilt, unterschiedliche Varianten auszuprobieren, dann muss man nicht mehr Stunden oder Tage aufwenden, um diese zu erzeugen. Und auch der schon vorhandene _AugmentedMemory_ profitiert von KI. Konversationsplattformen erlauben neue Zugänge zu Wissen, _Impersonation_, also das Schlüpfen der KI in bestimmte Rollen, bringt neue Perspektiven und auch spielerische Aspekte in die Auseinandersetzung mit Wissen ein. KI schaufelt eigene Hirnkapazitäten frei. Die wir tatsächlich dringend brauchen. Für kritisches Denken, oder um komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Zum Beispiel um zu verstehen, wie KI funktioniert und die Grenzen von KI erkennen. Oder die wirklich harten Probleme anzugehen. KI killt keine Jobs. Digitalisierung vernichtet keine Jobs. **Menschen** vernichten Jobs. Und das ist kein **technisches**, sondern ein **gesellschaftliches** Problem. Für das wir unser Hirn wirklich brauchen. Gut also, dass wir es zum Beispiel durch KI entlasten können.