Alles safe soweit
PsychologicalSafety. Psychologische Sicherheit; auch so ein Buzzword, welches einem im Kontext newWork / neuer Arbeit ständig begegnen kann. Und das nach Belieben definiert wird, und das oftmals nur, um dem eigenen Standort eine gewisse Wissenschaftlichkeit zu verleihen. Amy Edmondson, die den Begriff vor über 30 Jahren geprägt hat, meinte damit die Überzeugung, dass das Arbeitsumfeld sicher vor zwischenmenschlichen Risiken ist.
Das kann in zwei Richtungen gehen, wenn ich es recht verstanden habe. Zum einen steht es für ein Umfeld, in dem man sich äußern und seine Meinung sagen darf, auch wenn diese falsch ist. In dem man für Entscheidungen nicht niedergemacht wird, auch wenn diese sich als Irrtum herausgestellt haben. Zum anderen geht es natürlich auch darum, dass Übergriffigkeiten ausbleiben. Dass Frauen sich auch in gemischten Teams äußern können, ohne sich stets rechtfertigen zu müssen. Dass sexualisierte Gewalt, ob physisch oder verbal/sozial ausbleibt und betroffene Personen vor dieser geschützt werden. Und dass Minderheiten sich sicher in dem Kontext bewegen können, in dem sie arbeiten. Um nur einige wenige Beispiele zu nennen. (Was ich als neurodivergenter Mensch da schon erleben musste, das erspare ich euch so kurz vorm Wochenende lieber).
Letzteres fällt oft hintenüber. Und das, obwohl ersteres (also konstruktive und produktive psychologische Sicherheit) ohne eine Kultur, die schädliche Verhaltensweisen konsequent abstraft, überhaupt nicht möglich ist.
Bei psychologischer Sicherheit, wenn ich sie denn richtig verstanden habe, geht es in keinster Weise um irgendwelche bunten Wirkräume, agile Buzzwords und tolle Teamevents. Es geht um Angstfreiheit.
Das macht psychologische Sicherheit nicht zu einem Bestandteil der neuen Arbeit, sondern einer Grundvoraussetzung für diese.
Ohne psychologische Sicherheit keine Inklusion, keine Diversität, keine Agilität. Und ohne diese wird es auch nichts mit Innovation und Transformation. Trotzdem tun die meisten Unternehmen herzlich wenig, um psychologische Sicherheit zu verankern. Die, zugegebenermaßen, nun einmal alles andere als selbstverständlich ist. Man tut gut daran, Personaler:innen, Führungskräfte, aber ebenso auch neue Mitarbeiter:innen entsprechend zu schulen. Sie einzunorden, wie man so schön sagt. Anreize zu geben, aktiv an der Schaffung eines psychologisch sicheren Umfelds mitzuarbeiten. Und gegenüber (um gleich noch einen salopp-überstrapazierten Begriff zu nutzen) toxischem Verhalten eine echte Null-Toleranz-Politik zu fahren.
Was tust du, um dein Arbeitsumfeld oder das deiner Kolleg:innen oder Mitarbeiter:innen sicherer zu gestalten?
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