Wieso, weshalb, warum?

Wieso, weshalb, warum?
Eins gleich vorweg, auch wenn es heute ums WARUM geht, ich bin kein Freund vom Golden Circle und „Start with why“. Was damit so alles nicht stimmt, das allein wäre wahrscheinlich einen eigenen Newsletter wert.
Trotzdem reden wir heute über ein „Warum?“. Nicht über irgendeines. Sondern über das „Warum?“ des neuen Arbeitens. Und wieso das hier, ja eigentlich in allen Transformationsprozessen, so wichtig ist – tatsächlich sogar viel wichtiger als das „Wie?“. Nicht für die Organisationen selbst. Sondern vor allem für ihre Betrachter.
Neue Arbeit, wenn man das nicht gerade als Marketing-Gag versteht, lebt von seiner Begründung. Ich muss ja einen Grund haben, warum ich jetzt anders arbeiten möchte. Warum eine ganze Organisation entscheidet, dass es sinnvoll ist, das Thema Arbeit anders zu denken. Steht da wirklich hinter, dass man sich davon bessere Arbeit erhofft? Und besser für wen? Oder geht es doch wieder nur ums Employer Branding? Die Außenwirkung? Den schnieken New Work-Fleißbienchen-Aufkleber? Weil der eben neben dem Scrum-Zertifikat und der Design-Thinking-Bescheinigung so schick hinter’m Empfangstresen aussieht?
An Arbeitszeiten, Ausstattung und Team-Building, also dem „Wie?“, kann man das nicht erkennen. Große Unternehmen geben Unsummen für so etwas aus, um Bewerber anzulocken und gegenüber der Kundschaft möglichst innovativ und trendy rüberzukommen. Die Firmen, bei denen die Mitarbeitenden sagen „Hier bin ich und hier will ich nie wieder weg“ sind aber lustigerweise ganz oft die Firmen, die all das nicht tun. Die dir dafür aber eine verdammt gute Antwort auf die Frage „Warum?“ geben können. Die neues Arbeiten wirklich verstanden und zum Teil Ihrer Unternehmens-DNA gemacht haben. Die verstanden haben, dass das eben nichts mit Strohmännern wie 4-Tage-Woche, Homeoffice, Collaboration Areas und Sabatticals zu tun hat.
Wer durch diese ganzen Nebelkerzen von Methoden, Maßnahmen und Werkzeugen durchwaten möchte, wer wissen möchte, ob es da etwas gibt, was mit Werten, Überzeugung und Wertschätzung zu tun hat, kann sich nicht anschauen, was Organisationen tun. Man muss sich anschauen, warum sie es tun.
„Warum?“ ist nicht der Schlüssel zum Erfolg oder gar so etwas wie eine Strategie. Es ist der Schlüssel, um Mogelpackungen zu entlarven. Nicht nur bei NewWork, sondern bei allem, was irgendwie Veränderung oder Transformation bedeutet.
Warum macht ihr das?
Warum macht ihr das nicht?
Wenn du dich irgendwo bewirbst und du siehst tolle Aussagen zu Arbeitskultur und Benefits: frag warum! Wenn dir ein Vertriebler erzählt, warum sein Produkt oder seine Dienstleistung viel besser ist, frag warum! Wenn irgendjemand dir sagt, du wärst genau die Richtige für den Job. Frag warum!
Und belasse es nicht dabei. Die beste Folgefrage für ein „Warum?“ ist noch ein „Warum?“. Das kann dir jede Vierjährige bestätigen. Und die sind, seien wir mal ehrlich, auch oft deutlich klüger als die Erwachsenen um sie herum.
Geh den Dingen auf den Grund.
Denn neue Arbeit funktioniert nur da, wo man Dingen auf den Grund geht. Und sie auf genau diesem Fundament entstehen und wachsen lässt.
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