Was kommt 2024?
Das darf (und sollte!) man sich natürlich fragen. Logischerweise gibt es darauf keine allumfassende Antwort, aber die IEEE Computer Society liefert zumindest eine fundierte Analyse, wenn es um das Thema Digitalisierung und Energie im Jahr 2024 geht.
Die wahrscheinlichsten Entwicklungen werden wir wohl, wenig überraschend im Bereich der KI und KI-Anwendungen sehen. Das Feld steht ja nicht nur im Mittelpunkt des medialen Interesses, sondern hat natürlich in den vergangenen 18 Monaten auch Entwicklungen präsentiert, die wir alle vorher nicht wirklich erwartet haben. Insofern werden wir hier natürlich so einiges neues sehen. Spannend ist dabei neben der immer stärker wachsenden Leistungsfähigkeit vorwiegend eine bessere Energieeffizienz. Die wir auch dringend brauchen, denn in diesem Feld steht KI wirklich nicht gut da. Und das grenzt sie auch vom zweiten großen Feld ab, dass ich an dieser Stelle einfach mal zusammenfassend als Nachhaltigkeit betiteln möchte.
Aus meiner Sicht ein Feld, auf dem leider gerade im digitalen Bereich weniger Aufmerksamkeit liegt und auch weniger Kapital landet als bei der KI. Aber zugleich auch der Bereich, der für Menschheit vielleicht deutlich wichtiger ist (und der, bevor die Unkenrufe jetzt losgehen, natürlich massiv von den Entwicklungen im KI-Bereich profitieren wird, ohne jede Frage!). Hier stehen neben der obligatorischen Weiterentwicklung im Bereich des Energiemanagements und der Batterietechnik auch einige Felder im Fokus, die man sich genauer anschauen sollte: Nachhaltige, regenerative und digitalisierte Landwirtschaft zum Beispiel. Ein Thema, das bedauerlicherweise in Zeiten von Bauernprotesten schnell untergeht. Aber auch ein Thema, dass meiner Meinung nach auch gerade hierzulande (einige löbliche Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen mal ausgenommen) noch viel zu wenig bespielt wird, obwohl wir hier sehr viel offenes Potenzial haben, bessere Dünge- und Bewässerungsstrategien, Boden- und Tierschutz sowie höhere Automatisierungsgrade durch schlauen Einsatz von digitaler Technik zu erreichen. Und wir sollten das Thema Landwirtschaft 4.0 ja nicht so schnarchig angehen wie Industrie 4.0. Leisten können wir uns das nämlich nicht, mit Klimawandel und wegfallenden Subventionen benötigt die Landwirtschaft hierzulande dringend mehr digitale Agilität und Souveränität.
Die anderen Spielfelder kennen wir schon. Vieles davon hat noch Luft nach oben (unter anderem der Umgang mit Falschinformation und Fake News, intelligentere Cybersecurity, das große Thema Remote Health), aber das macht die Themen natürlich nicht weniger wichtig.
Viele offene Felder also, auf denen es einiges zu tun gibt. Und auf denen erfreulicherweise auch deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu punkten wissen. Bleibt zu hoffen, dass wir dieses Jahr auch sehen, dass mehr davon in der tatsächlichen privaten und wirtschaftlichen Praxis und den dortigen Köpfen ankommt. Es wäre nicht nur schön zu sehen, sondern auch nötig, um unseren Rückstand im Digitalen langsam ein wenig aufzuholen.
Den Report findest du im Übrigen unter https://www.computer.org/press-room/2024-technology-predictions-revealed
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