Daten sind kein Feenstaub und KIs keine Zauberer
Ist es nicht erstaunlich, was mit generativer KI so alles möglich ist? Mutet das, was moderne KI-Modelle so alles an Ausgaben produzieren, nicht geradezu magisch an? Irgendwie schon. Aber je mehr man sich mit dem Thema ernsthaft befasst, desto ernüchternder wird es.
Das hier ist nicht Hogwarts. Sondern Deutschland. Und wir machen 2024 auch nicht unseren Abschluss an der Zaubererschule, sondern wir bewegen uns in mehr oder minder großen Schritten auf den praktischen Einsatz all dieser tollen neuen Möglichkeiten zu. Sagt zumindest die Presse – tun wir doch einfach mal so als ob das stimmt. Und das ist ein erhebliches Stück harte Arbeit (gut, das wäre der Abschluss an der Zauberschule wohl auch, aber der ist für die meisten von uns wahrscheinlich eh unerreichbar). Weil selbst die effektivste Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und all das Know-how, das wir Early Adopter uns in diesem Bereich aufgebaut haben, so langsam aber sicher auf die Realität trifft.
Diese Realität bringt harte Fakten mit sich. Da gibt es Datenschutz, Compliance und IT-Sicherheit. Rechtliche Rahmenbedingungen für Mitarbeitende und Unternehmen. Und vor allem gibt es Budgets, die eingehalten werden müssen. Und da gibt es eine Menge Frustration, weil viele strategische Probleme und nachhaltige Veränderungen durch KI deutlich mehr Einsatz als ein bisschen Prompt Engineering erfordern.
KI kann im Unternehmenskontext dort ihr wirkliches Potenzial entfalten, wo sie als mächtiges Werkzeug für das Verständnis und die Aufbereitung von Daten eingesetzt wird. Wo sie wichtige Entscheidungen unterstützt und dabei hilft, ein unüberschaubares Datenmeer in etwas zu verwandeln, was Menschen verstehen können. Aber, dafür braucht es trotzdem ein solides Maß an Datenkompetenz und auch an dem Verständnis, wie KI arbeitet. Grundwissen über Daten, Algorithmen und vor allem Wahrscheinlichkeitsrechnung. Und ein tiefes Verständnis dafür, wo der Einsatz die rechtlichen wie kaufmännischen Unabwägbarkeiten und Risiken rechtfertigt. Denn die haben es in sich. Ähnlich wie im Web3, haben wir es auch bei KI oft genug mit Risiken zu tun, bei denen wir im Ernstfall nichts (oder nur unter großem Aufwand und noch größeren Kosten) so einfach rückgängig machen können.
Man merkt schon, auch bei KI gilt, wie bei allem aus dem Bereich Digitalisierung: Das ist kein reines Technikthema, sondern vor allem ein Führungsthema. Und deshalb gehört dort auch solides Grundwissen dort auf den Tisch. Denn wer KI nicht versteht, kann im KI-Zeitalter nicht die richtigen Entscheidungen treffen – egal, wie viele Fachexperten man dafür um sich versammelt.
KI wird nämlich zur Kulturtechnik – und die muss jeder beherrschen – auch der Chef oder die Chefin.
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